Ausgangslage: Das von landwirtschaftlichem Umfeld geprägte Unternehmen spürte zunehmend die zweifache Herausforderung von wachsendem Preisdruck von Handelsketten und Anpassungsdruck im Produktsortiment. Neue Anbieter brachten weniger preisempfindliche Spezialitäten auf den Markt und nutzten die neuen digitalen Möglichkeiten für ihr Marketing. Die Unternehmensleitung entschied sich dafür, die fällige Neuausrichtung sofort einzuleiten, und erwarb eine zwei Jahre zuvor von jungen Leuten gegründete Firma mit höherpreisigen Spezialprodukten – dies vor allem in der Hoffnung, auf diese Weise Startup-Knowhow und -Mentalität ins klassisch strukturierte Unternehmen zu holen. Der erhoffte Erfolg blieb aus, die Integration der Neuen schlug fehl.
Monat: November 2023
Energieversorger: Integration zugekaufter Betriebe
Ausgangslage: Ein Energieunternehmen kauft im Zuge von Marktbereinigung bundesweit Vertriebs- und Servicebetriebe auf. Um die Integration zu beschleunigen und einen abgestimmten Handlungsrahmen zu schaffen, sollen die Akteure auf den beiden oberen Führungsebenen ihre gemeinsame Kooperations- und Leistungskultur entwickeln und als verbindliche Leitlinie für interne Kommunikation und Zusammenarbeit in die Belegschaft vermitteln. Ziel: Missverständnisse aufgrund der unterschiedlichen Erfahrungen sollen drastisch reduziert und die Kundenorientierung auf ein einheitlich hohes Qualitätsniveau gehoben werden.
Finanzdienstleister: Performance Management
Ausgangslage: Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank verschärfte den Wettbewerb für den bis dahin erfolgsverwöhnten Finanzdienstleister erheblich. Ungeachtet dessen hatte der Unternehmensvorstand neue ambitionierte Vertriebskennzahlen vorgegeben und argumentiert, diese seien mit exzellentem Kundenservice zu erreichen. Die Vertriebsleiter nahmen die Zielvorgaben, an deren Zustandekommen sie nicht hinreichend beteiligt waren, zwar hin, konnten sie aber ihren Teams nicht wirklich weitervermitteln. Die Ziele wurden mehr oder minder verfehlt.
Grundstoffindustrie: High Potentials im Fokus
Ausgangslage: Um den Generationswechsel auf der Führungs- und Leitungsebene vorzubereiten und die Attraktivität des mittelständischen Unternehmens für talentierte Nachwuchskräfte im Wettbewerb mit den internationalen Konzernen zu steigern, setzte die Geschäftsleitung auf ein Management-Entwicklungsprogramm.


